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Ergebnisse der Stichwahl zum Landrat Spree-Neiße 2010

Die Stichwahl des zukünftigen Landrates Spree-Neiße ist gescheitert. Zu wenige Bürgerinnen und Bürger im Spree-Neiße Kreis nahmen ihr von Bürgerinitiativen hart erkämpftes Wahlrecht um die Landräte in Brandenburg wahr. Keiner der beiden Stichwahlkandidaten von SPD und CDU konnten so die notwendige Stimmenanzahl für eine erfolgreiche Direktwahl auf sich vereinen. Mit 26,41% lag die Wahlbeteiligung um knapp 3% unter der des ersten Wahlgangs. Genau diese Minderbeteiligung hätte jedoch für zumindest einen der beiden Kandidaten die notwendige Stimmenanzahl bedeuten können und somit einen der beiden Kandidaten zum ersten direkt gewählten Landrat des Spree-Neiße Kreises machen können.

So konnte der SPD-Kandidat Dieter Friese sein Ergebnis des ersten Wahlgangs zwar prozentual leicht verbessern, er erreichte aber auch dieses Mal nicht die notwendige Mindeststimmenanzahl von 15% aller Wahlberechtigten. Mit 14.805 Stimmen fehlten Friese knapp 2.000 Stimmen für das notwendige Quorum und er verlor zugleich knapp 600 Stimmen gegenüber dem ersten Wahlgang. Eine wahrhaft fulminante Aufholjagd hingegen legte CDU-Herausforderer Harald Altekrüger bei der Stichwahl hin. Er konnte somit sein Ergebnis gegenüber dem ersten Wahlgang um knapp 13% bzw. fast 2.500 Stimmen verbessern. Auf knapp 800 Stimmen  bzw. knapp 3 Prozentpunkte konnte er somit an Amtsinhaber Friese herankommen.

Dieses Ergebnis bürdet den Kreistagsabgeordneten nun eine besonders schwere Aufgabe bei der Entscheidung über den kommenden Landrat auf. Aufgrund einzuhaltender Fristen und Gesetzen ist nun eine europaweite Ausschreibung sehr wahrscheinlich, so dass sich eine Wahl des zukünftigen Landrates noch einige Wochen bis Monate hinziehen dürfte. Inwieweit der Landkreis in dieser Zeit voll handlungsfähig ist bleibt abzuwarten, denn die Amtszeit von Landrat Dieter Friese endet nun erst einmal zum 22. Februar 2010.


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  1. Spremberg24 Redaktion

    Diskutieren Sie über die gescheiterte Direktwahlen des Landrates in Spree-Neiße!

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  2. Kay-Uwe Schollmeier

    Aus meinem beruflichen Alltag heraus kann ich dieses Ergebnis nur nachvollziehen. In meinem Umgang mit vielen Auszubildenden muss ich leider feststellen, dass genau diese Jungwähler sehr wenig oder gar kein Interesse mehr an irgend einer Wahl haben. Das ist wohl auch darauf zurück zu führen, dass wenig interessante Kandidaten, mit denen sich die Jugend identifiziert, auf den Listen stehen. In deren Augen besteht unsere Regierung egal ob kommunal oder national aus alten und reichen Säcken, die das wahre Leben nicht kennen und auch nicht beurteilen können. Spricht man unsere Jugend darauf an, dass nur der, der auch wählen geht, etwas verändert, kontern sie mit dem Argument, dass egal wer das Zepter schwingt sich sowieso nichts ändert. Ich persönlich gehe zu jeder Wahl, weil ich denke nur so etwas bewegen zu können. Leider denken die meisten wahlfähigen Mitbürger nicht genauso. Resümee, es wird sich nichts ändern und die Jugend als auch die Mitbürger die aus welchem Grund auch immer nicht wählen gehen haben irgendwie Recht. Leider sind es auch die Bürger, die ihre Klappe dann wieder am weitesten aufreißen wenn wieder etwas beschlossen wird, was so gar nicht in deren Kram passt. Kurz gesagt, wer nicht wählen geht hat auch kein Recht zu schimpfen!!!!!!!!!!!!!!!

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