Heimsieg – ASAHI erfüllt seine Pflicht
Der KSC ASAHI Spremberg konnte sich beim ersten Heimkampf mit 8:6 gegen Budokan Lübeck behaupten. Dabei mussten die Spremberger bei ihrem Saisonauftakt auf sieben Sportler verzichten. Darunter auch die beiden englischen Athleten, die vom europaweiten Flugverbot betroffen waren.
Was hat Island mit Spremberg zu tun? Am vergangenen Wochenende eine ganze Menge. Der ausgebrochene isländische Vulkan hat nicht nur ganz Europa in ein Chaos gestürzt, sondern auch die Mannschaftsaufstellung von ASAHI Spremberg . Die beiden Neuverpflichtungen Andrew Burns und Gregg Varey saßen schon auf den gepackten Sporttaschen, als die Aschewolken den Abflug in die Lausitz verhinderten. „Der Ausfall der Engländer war ein ganz schöner Schock. Die Mannschaft hat sich trotzdem sehr gut verkauft“, lobt Trainer Dirk Meyer anerkennend die Leistung seiner Schützlinge.
Der Trainer konnte sich auf seine Routiniers im Team verlassen. Stefan Schulze und Stefan Niesecke siegten jeweils zwei Mal. Mike Göpfert und der durch einen Magen-Darm-Virus geschwächte André Korb gewannen ihre Kämpfe ebenfalls mit vollem Punkt. Auch die beiden Neuverpflichtungen aus Frankfurt/Oder Michael Rex und Adrian Markov konnten in ihrem ersten Kampf für ASAHI zwei wichtige Siege zum Endstand von 8:6 beisteuern.
Die rund 450 Zuschauer erlebten in der Sporthalle Haidemühl einen extrem spannende Kampftag. Bis zur Pause führten die Spremberger mit nur einem Punkt (4:3). „Einige Kämpfe waren verdammt knapp und hätten auch anders herum ausgehen können“, sagte der 40 Jahre alte Coach. Schirmherr Dieter Friese lobte nach den Kämpfen die Leistung der gesamten Mannschaft: „ Fantastisch was der KSC ASAHI hier wieder organisiert hat. Die Stimmung in der Halle war grandios und ich freue mich, dass der Sieg in der Lausitz geblieben ist“.
Zur Freude über den ersten Saisonsieg kam aber auch die Erkenntnis dazu, dass die Mannschaft sich noch weiter steigern muss. „Mit Lübeck hatten wir den vermeintlich leichtesten Gegner zu Gast. Gegen die anderen Mannschaften müssen wir uns noch deutlich verbessern“ sagte Kapitän Oliver Lecher nach dem Kampf. Einen Leistungsschub brauchen die Spremberger besonders am nächsten Samstag. Dann müssen die Judoka vom KSC ASAHI zum Brandenburg-Derby nach Babelsberg. Vielleicht hat sich bis dahin der isländische Vulkan beruhigt und die britischen Sportler können die Mannschaft beim Auswärtskampf unterstützen.
