Jahreshauptversammlung der Spremberger Feuerwehren am 15.01.2010
Am Freitag, den 15.01.2010, trafen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aller Spremberger Ortsteile zu ihrer gemeinsamen Jahreshauptversammlung. Der Stadtbrandmeister Jürgen Rühlemann hielt zu diesem Anlass den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2009.
Im vergangenen Jahr wurden die Florianjünger zu 161 Einsätzen gerufen. So leisteten die Kameraden 13-mal Tragehilfe für den Rettungsdienst, retteten Patienten über die Drehleiter und wurden 2-mal für den Transport des zweiten Notarztes zu einem Notfallpatienten angefordert. 49-mal mussten sie zu einer technischen Hilfeleistung ausrücken und 96-mal zu um einem Brandeinsatz im privaten Wohnbereich, im Handel und Gewerbe oder in Industrieanlagen. Auch kam es im Jahr 2009 zu mehreren Bränden von Müll- und Papiercontainern mit ungeklärter Ursache.
In insgesamt 14 Fällen kam es zur Auslösung von Brandmeldeanlagen. Leider häuften sich im vergangenen Jahr Einsätze, in denen im City Center Spremberg in den Nachtstunden böswillig ein Handmelder ausgelöst oder ein Feuerlöscher abgeblasen wurde.
Auch wenn es in den Einsatzzahlen einen Rückgang von 34 Einsätzen zu verzeichnen gibt, rückten die freiwilligen Feuerwehrfrauen und Männer jeden Monat im Durchschnitt 13-mal aus.
Trotz der vielen Einsätze im Jahr 2009 führten die Kameraden Einsatzübungen durch, um ihr Wissen auf den Prüfstand zu stellen und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und den Sondereinsatzgruppen des Landkreises Spree-Neiße zu testen und zu verbessern. So wurde zum Beispiel auf dem Gelände des Neißeverkehrs in Schwarze Pumpe ein Unfall zwischen einem Bus und einem PKW simuliert oder ein Kellerbrand im Erwin-Strittmatter-Gymnasium in Trattendorf und ein Kellerbrand in der Grundschule Schwarze Pumpe sowie eine Einsatzübung in der Brikettfabrik der Vattenfall Europe Mining AG durchgeführt. Diese Übungen dienen dazu die Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren mit den Werkfeuerwehren Vattenfall zu überprüfen und die erforderlichen Ortskenntnisse an den Standorten zu verbessern.
Außerdem leisteten die Kameraden der Feuerwehr Spremberg im Jahr 2009 in ihrer Freizeit Präventionsarbeit. Mit 420 Kita- und Schulkindern wurde der Umgang mit Feuer geübt und ihnen sowie 50 Senioren das richtige Verhalten bei einem Brand erklärt.
Der Stadtbrandmeister Jürgen Rühlemann dankte den Kameraden für ihre ständige Einsatzbereitschaft in ihrer Freizeit und ihren Ehepartnern für das Verständnis, das sie für die Tätigkeit ihrer Partner in der Feuerwehr aufbringen. Er bedankte sich auch bei der Firma Karl-Heinz Winkler für die gute Unterstützung beim Erhalt der historischen Feuerwehrtechnik sowie der ständigen Hilfe und Reparatur an den Einsatzfahrzeugen, bei der Firma Sternenbäck für die Bereitstellung von Back- und Teigwaren zu feierlichen Anlässen der Feuerwehr sowie bei der Firma Gerüstbau Miersch zur Aufstellung der Bühne zum Tag der offenen Tür 2009.
Zum Abschluss der Veranstaltung nahm der Stadtbrandmeister zusammen mit Ingrid Standke vom Kreisfeuerwehrverband die Ehrung der Kameraden Klaus Engelbrecht, Bernd Runneck und Peter Runneck, mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße vor.
Der Kamerad Ulrich Teichmann aus Spremberg und der Kamerad Bert Schwietzke aus Graustein wurden zum Brandmeister befördert. Der Kamerad Bert Schiwetzke erhielt die Berufsurkunde zum Ortswehrführer der Feuerwehr Graustein.



