Spremberg hat 2 Vize – Weltmeister im Judo
Bei den Weltmeisterschaften Ü30 in Budapest konnten insgesamt 5 ASAHI – Judoka eine Medaille mit nach Hause nehmen.
Im Einzel schafften dies Nachwuchstrainer Mario Blauth und der Bundesligakapitän Oliver Lecher. Gleich im 1. Kampf musste Mario gegen Lomivotov, einen der starken Russen, antreten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Rückstand kam Mario immer besser in Schwung. Er stellte seinen Kampfstil um und siegte am Ende mit großem Kampfgeist gegen den russischen Nationalkämpfer. Der 2. Kampf lief deutlich besser. Nach ca. 1 Minute Kampfzeit gelang Mario gegen den Tschechen Murka der große Wurf mit seiner Spezialtechnik und somit der Einzug in das Halbfinale. Dort wartete mit Pavlov der nächste Russe. Vollkonzentriert und von Trainer Dirk Meyer bestens eingestellt nutze Mario eine Situation am Mattenrand und ging für einen Innenschenkelwurf in Führung. Danach folgte eine taktische Meisterleistung von Mario. Er verteidigte geschickt seinen Vorsprung und somit den Einzug in das Finale. Mit Sildushkin stand ihm dort der nächste russische Kämpfer und Weltmeister von 2009 gegenüber. Nach einem harten Gefecht musste sich Mario dem nun 2fachen Weltmeister beugen, feierte aber nach seinem Deutschen Vizemeistertitel vor 3 Wochen seinen größten Erfolg in seiner Judolaufbahn. Für den Kapitän der Spremberger Bundesligamannschaft Oliver Lecher begann die WM ebenso erfolgreich. Nach einem Freilos traf Oliver auf den brasilianischen Vizeweltmeister Oliveira. Oliver übernahm von Beginn an die Initiative und bekam für einen tief angesetzten Schulterwurf eine mittlere Wertung, arbeitete sofort in der Bodenlage weiter und konnte mit einer Festhalte vorzeitig den Halbfinaleinzug absichern. Dort wartete mit May der ehemalige Deutsche Vizemeister und Bundesligakämpfer vom Vfl Riesa auf den Spremberger Kapitän. Unbeeindruckt von der Masse seines Kontrahenten gelangen Ihm gleich 3 Wertungen, ehe Oliver seinen Gegner am Boden förmlich festnagelte und somit vorzeitig in das Finale einzog. Gegen Merzlyakov (RUS) geriet Oliver nach einem eigenen Fußwurfansatz in die Festhalte aus der er sich nicht mehr befreien konnte. Doch auch bei Ihm überwog am Ende die Freude über den Vizetitel.
Bei den anschließenden Mannschaftswettbewerben bildeten gleich 5 ASAHI – Kämpfer den Stamm der Deutschen Ü30 Nationalmannschaft. Daniel Prochnow bis 66 Kg, Mike Göpfert bis 73 Kg, Mario Blauth bis 81 Kg, Björn Bachmann bis 90 Kg und Oliver Lecher über 90 Kg. Nach einem Freilos wurden die Holländer mit 4:1 wieder nach Hause geschickt. Im Halbfinale wartete mit Russland 1 der absolute Topfavorit auf unsere Jungs. Mit 4 Weltmeistern und 2 Vizeweltmeistern waren die Russen schier übermächtig. Daniel Prochnow ging über die volle Zeit, mußte aber letztendlich eine knappe Niederlage einstecken. Mike Göpfert lieferte dem russischen Weltmeister bis 73 einen harten Kampf und musste ins Golden Score. Mit einem blitzschnellen Schulterwurf beendete Mike dann diesen Kampf und glich zum 1:1 aus. Auch Björn Bachmann beendete seinen Kampf vorzeitig und glich nach der Niederlage bis 81 Kg wieder aus zum 2:2. Nun standen sich die beiden Schwergewichtler im alles entscheidenden Kampf gegenüber. An Spannung war dieses Duell nicht zu überbieten. Oliver Lecher machte gegen den deutlich schwereren Russen einen riesen Kampf und führte sogar bis 8 Sekunden vor Schluss. Ein Fußansatz und ca. 140 Kg brachten dann den Spremberger Kapitän zum wackeln und der Kampf ging doch noch verloren. Im anschließenden Kampf um die Bronzemedaille machten es die Deutschen dann besser. Gegen Frankreich wurde mit 3:2 gewonnen und die Mannschaftswettbewerbe fanden für die 5 Spremberger Bundesligakämpfer einen versöhnlichen Abschluss. Ein besonderes Dankeschön möchten die Judoka an Diethold Hermann loswerden, der die Reise unserer Kämpfer unterstützte.
Foto: Mario Blauth, Dirk Meyer, Oliver Lecher
