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Start in die Weihnachtsbaumsaison

© Betty | pixelio.de

Vogelsänger: Start in die Weihnachtsbaumsaison 2011

Potsdam – Nach Hochrechnungen wachsen rund eine Milliarde Bäume in Brandenburgs Wäldern. In vier Wochen werden es – zumindest was die jüngeren Jahrgänge angeht – einige weniger sein. Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger hat heute mit einer

selbst gefällten Tanne die Weihnachtsbaumsaison 2011 des Landesbetriebs Forst Brandenburg offiziell eröffnet., Eine weitere, knapp fünf Meter hohe Coloradotanne geht an Kerstin Kast-Rützel, Rektorin der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte in Berlin-Lichtenberg, sowie an Stefan Eckert, Vorsitzender des Förderkreises dieser Schule, und an Schüler für die Ausstattung der Mensa.

Vogelsänger: „An den vier Adventswochenenden laden Revier- und Oberförstereien, Waldschulen und private Waldbesitzer ein, sich einen Weihnachtsbaum auszusuchen, Wildfleisch für die Festtage einzukaufen, am Lagerfeuer Glühwein zu trinken oder mit Förstern durch den Winterwald zu spazieren. Im Internationalen Jahr der Wälder steht der Weihnachtsbaumverkauf unter dem Motto: „Ohne ihn wäre Weihnachten nur halb so schön.“

135 Termine an 40 Orten

Die Forstbehörden bewirtschaften die im Besitz des Landes liegenden 270.000 Hektar Wald, was etwa einem Viertel der heimischen Waldfläche entspricht.

135 Termine, verteilt auf 40 Orte, stehen Berlinern und Brandenburgern für das Einschlagen ihres Weihnachtsbaumes unter fachlicher Aufsicht von Forstmitarbeitern zur Verfügung. Wer dem entgehen will, kann einen Weihnachtsbaum am Forsthof kaufen. Auch Kamin- und Brennholz wird bei einigen Terminen angeboten. In jedem Fall können sich die Waldbesucher von den Forstfachleuten fachkundig beraten lassen.

 

 

„Waldwirtschaft – aber natürlich“ Markenzeichen des Landesbetriebs

Wie in den Vorjahren steht die Bereitstellung des Festtagsschmucks im Zeichen von „Waldwirtschaft – aber natürlich“. Mit der Abkehr von der Kahlschlagwirtschaft werden gleichaltrige Kulturen kaum noch angelegt. Der Wald soll sich unter dem schützenden Dach der Altbäume durch Selbstaussaat natürlich verjüngen. Dafür eignen sich Weihnachtsbäume – eben in kleineren Mengen – aus Naturverjüngungen.

„Bei diesen Bäumen ist nicht jeder Ast gerade. Dafür aber stammen sie aus dem Brandenburger Wald vom Förster, sind frisch und bieten die Gelegenheit, mit dem Weihnachtsbaumeinschlag auch das Erlebnis eines vorweihnachtlichen Ausflugs in den Wald zu verbinden“, unterstreicht Minister Vogelsänger. Außerdem werden selbst angesamte Kiefern aus Laubholzpflanzungen als Weihnachtsbäume entnommen. In geringem Umfang werden auch Sonderstandorte wie Leitungstrassen für den Weihnachtsbaumanbau genutzt, da auf ihnen kein normaler Wirtschaftswald stocken darf.

Hälfte des Angebots sind Kiefern

In den letzten Jahren hatten Kiefern und Schwarzkiefern mit rund der Hälfte den größten Anteil am Verkaufsangebot, gefolgt von Fichte und Douglasie mit zirka 30 Prozent. Die Stechfichte war mit zwölf Prozent vertreten und sonstige Nadelbäume wie Tannen mit rund acht Prozent. Die Baumartenverteilung der privaten Forstbetriebe unterscheidet sich von dem in Landeswäldern, da deren Angebote oft aus speziellen Anbauten stammen.

Der Verkauf von knapp 30.000 Weihnachtsbäumen und 50 Tonnen Schmuckreisig erbrachte im vergangenen Jahr einen Erlös von zirka 200.000 Euro. Diese Summe floss als Einnahme in das Budget der Landesforstverwaltung. 2011 rechnet der Landesforstbetrieb mit einem Verkauf von bis zu 25.000 Weihnachtsbäumen. In diesem Jahr werden in erster Linie wieder Kiefern, Schwarzkiefern, Fichten und Douglasien verkauft. Die Preise schwanken je nach Weihnachtsbaumart und Größe und können regional unterschiedlich sein.

Das Original: preiswert und frisch

Für den laufenden Meter Weihnachtsbaum gelten etwa folgende Richtwerte:

  • Kiefer oder Schwarzkiefer:              8,00 bis 10,00 Euro
  • Fichte oder Douglasie:          9,50 bis 11,00 Euro
  • Stechfichte oder Küstentanne:        10,50 bis 11,50 Euro

Bei Schmuckreisig sind pro Bund (zu je 2,5 Kilogramm) zu bezahlen:

  • Weymouthskiefer, Douglasie:                   5,00 Euro
  • Fichte:                                                    4,50 Euro

Damit erwartet die Verbraucher im Vergleich zum Vorjahr nur bei den Schmuckbäumen ein geringfügig erhöhtes Preisgefüge.

„Eigeninitiative“ kann teuer werden

Das eigenmächtige Einschlagen von Weihnachtsbäumen ohne Erlaubnis des Waldbesitzers – egal ob staatlich oder privat – ist Weihnachtsbaumklau, damit strafbar und wird vom Eigentümer zur Anzeige gebracht.

Wer? Wann? Was? Wo?

Die Angebote werden ständig aktualisiert und sind im Internet abrufbar unter: www.forst.brandenburg.de





Bildquelle: Betty_pixelio.de | Textquelle: Schott, Dagmar |

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